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ARGE-Außendienst Wir müssen leider drinnen bleiben

Geschrieben von cers am August 16, 2007

Heute morgen um 9:30 Uhr wurde in Köln-Mülheim der Parkplatz der ARGE mit einer dicken Eisenkette abgesperrt, damit die Sozialschnüffler wenigstens heute keine Erwerbslosen bespitzeln können.

Sozialschnüffler? Sie haben noch nie davon gehört, dass es Sozialschnüffler in Mülheim gibt? Es gibt sie – und sie haben ihre Büros im ersten Stockwerk der Arge in der Genovevastr. Sie nennen sich konspirativ „Bedarfsfeststellungs-“ oder „Außendienst“.
Sie wissen nicht was ein Sozialschnüffler ist? Er und auch sie durchsuchen die Wohnungen von armen Leuten und Erwerbslosen. Sie schnüffeln durch Küche, Bad und Schlafzimmer. Sie klingeln bei den Nachbarn und forschen nach, ob ihr Opfer Freunde bei sich wohnen lässt oder heimlich ein paar Stunden putzen geht.

Sozialschnüffler bespitzeln arme Leute und gucken was bei ihnen noch zu holen ist.

Vielleicht findet sich ja eine Mitbewohnein, die dem arbeitslosen Freund zukünftig den Unterhalt zu zahlen hat, so dass die ARGE Geld sparen kann. Vielleicht findet sich ja ein Nachbar, der verrät, wo die Arbeitslose für ein paar Euro putzen geht.

Ob so ein Schnüffler nicht auch die kleinen Missetaten seiner Bekannten, Kollegen und Familie verrät?

4 Antworten zu “ARGE-Außendienst Wir müssen leider drinnen bleiben”

  1. [...] Bericht auf http://keas.wordpress.com [...]

  2. Maier Florian sagte

    Soetwas ist absoluter Schwachsinn!!! Ich bin selbst in einer ARGE als Außendienstmitarbeiter und Sachbearbeiter tätig und ich schnüffle eben nicht bei Kunden herum. Ich ermittle nur bei nachweisbaren Betrugsfällen und ein blindes Rumschnüffeln gehört nicht zu meinem Job. Darüber hinaus trete ich sehr freundlich auf und naja ich möchte behaupten, dass ich ein hohe soziale Kompetenz besitze, die sicherlich nicht jeder bestitzt, das ist mir klar.
    Fernerhin ist mein Aufgabengebiet im Außendienst sehr umfangreich, d. h. Hausbesuche gehören zweifelsfrei dazu und sind auch dringed notwendig, jedoch machen sie nur einen Bruchteil von dem aus, was eben zur täglichen Arbeit gehört!
    Meine Arbeit bzw. das was ich tagtäglich tue, steht nur im Interesse des Steuerzahlers! Und glauben sie mir, es gibt Betrugsfälle, über die würde sich sogar der toleranteste Steuerzahler mit Sicherheit aufregen!!!
    Meine Arbeit ist somit absolut gerechtfertigt und notwendig.

    Mit freundlichem Gruß

  3. Maier Florian sagte

    Nachtrag zum obigen Kommentar:

    Und nicht zu vergessen ist, dass ich mich stets rechtskonform verhalte und nur nach rechtlichen Grundsätzen vorgehe. Darüber hinaus ist es für mich extrem wichtig, mit Kunden sehr freundlich umzugehen! Klar muss freundliches Auftreten stets mit einer gewissen Bestimmtheit erfolgen. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass es sich u. U. um einen physisch oder psychisch (depressiven) Kunden handeln kann, mit dem man nun mal sehr freundlich umgehen muss. Trotzdem ist es mir bislang gelungen, ausreichend Betrugsfälle aufzudecken.

    Freundlicher Umgang mit dem Kunden und zweckdienliches Vorgehen stehen nicht im Widerspruch zueinander!!!

    Ach ja und nicht zu vergessen, zu meiner Arbeit gehört auch nicht, das Schnüffeln nach Zahnbürsten oder ähnliches.

    Gruß

    Maier Florian (ARGE Stadt Landshut)

    • Becker Markus sagte

      „Und nicht zu vergessen ist, dass ich mich stets rechtskonform verhalte und nur nach rechtlichen Grundsätzen vorgehe“

      Genau das gleiche Geseiere wie man in den Prozessen nach 49′ zu hören bekam und nach dem Mauerfall.
      Ich habe doch nur nach den Gesetzen gehandelt…

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